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Die große Enzyklopädie des mechanischen Rechnens

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Saxonia


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Saxonia Werk 1902

Table of contents

1 Firmendaten

Vollständiger Name....: Rechenmaschinenwerkstatt Saxonia
Ort, Land*............: Glashütte Deutschland
Gründer...............: Schumann & Cie (J. Schumann, Eduard Zeibig und Eugen Straßberger
Gründungsdatum........: 1895
Namensänderung........: Saxonia Rechenmaschinen-Fabrik
Löschung der Firma....: 1929
......................: ab 1920 in gemeinsamer Firma mit "Burkhardt"
......................: => Vereinigte Glashütter Rechenmaschinenfabriken
Hauptprodukte.........: Staffelwalzen-Rechenmaschinen

    

2 Firmengeschichte

Aus dem kleinen Betrieb wurde der erste Konkurrent für Arthur Burhardts "Erste Glashütter Rechenmaschinefabrik". Es gab einen anonymen Geldgeber, der an den Unternehmungsgeist der drei Mechaniker glaubte, denn sie besaßen 1895 kein Geld für eine Firmengründung. Im Gegensatz zu Burkhardt suchte Saxonia ständig nach anwenderfreundlichen Verbesserungen für die Staffelwalzenmaschine, besaß aber nicht immer das Geld, um sie durch das Reichspatentamt dauerhaft unter Schutz zu stellen:

Eigentümer 1919 waren:
Paul Eugen Straßberger (jun.)
Ernst Eduard Zeibig
Friedrich Eugen Straßburger (sen.)
(aus den Akten des Handelsregister Lauenstein, Nr. 188 - Januar 1920)

Nach dem 1. Weltkrieg fehlte besonders "Saxonia" der internationale Markt. Um den Verkauf wieder anzukurbeln und die Herstellungskosten zu senken, gründeten drei Betriebe eine gemeinsame Firma, hauptsächlich wohl zum Zwecke der gemeinsamen Werbung und Kundenbetreuung. Die Vereinigte Glashütter Rechenmaschinenfabriken umfassten außer "Burkhardt" und "Saxonia" noch den Betrieb "Mühle & Sohn, Tachometer und Feinmechanische Werke".

Nach eigenen Angaben umfasste die "Saxonia"-Fabrikation etwa ab 1903 ein gesamtes Areal von 600 m² mitten in der Stadt, Mittelstraße 27. Im einstöckigen Gebäude waren zwei große Fabrikationsräume, die 40 Werkzeugmaschinen aufnahmen. Sie wurden zentral von einem 4,5 PS-"Gasmotor " im Keller angetrieben. Im Gebäude befanden sich außerdem ein Kontor und das Lager. Als Abteilungen der Produktion werden genannt: Stanzerei und Dreherei, Fräserei, Räder- und Triebdreherei, Rohmontage und Vollendung. Der Betrieb verwendete in der Regel Hartmessing und Silberstahl und Nussbaumholz.
Die Anzahl der Beschäftigten lag - wie auch bei Burkhardt - bei 20 bis 25 Personen.

Saxonia 1: Einstellschieber, Drehknopf-Löschung, Holzkasten
Saxonia 2: Einstellschieber, Zughebel-Löschung, Holzkasten
Saxonia 3: Drehhebel-Eingabe, Holzkasten
Saxonia 4: Drehhebel-Eingabe, Metall-Gehäuse
Saxonia 5: Volltastatur, Metall-Gehäuse
Saxonia 6: Volltastatur, Alu-Gehäuse

Im  blauen Kasten unten findet sich eine automatisch generiere Liste aller Maschinen und Geräte.

Es ist ziemlich sicher, dass "Saxonia" in den 20 Jahren von 1895 bis 1914 gut 12.000 Rechenmaschinen verkaufen konnte. Etwa 10 Jahre lang (1902 - ca. 1912) sorgte Ludwig Spitz als Generalvertreter von Berlin aus für den Vertrieb. Grundsätzlich erhielten die Kunden eine Garantie für einen störungsfreien Betrieb von 3 Jahren! In der Saxonia-Firmenschrift von 1913 (?) werden Händler in vielen Hauptstädten der Welt aufgezählt, die für den Verkauf der Glashütter Maschinen sorgten. Für den amerikanischen Händler Reuter verzichtete Saxonia sogar auf den eigenen Namen und gravierte statt dessen ein: "Reuter's Multiplying and Dividing Machine Philadelphia". Das gab dem amerikanischen Kunden die erwünschte Sicherheit hinsichtlich der Gewährleistung und Reparaturmöglichkeit.

Über den Absatz der Rechenmaschinen nach dem 1. Weltkrieg ist bisher nichts bekannt geworden. Wir erkennen allerdings an den Produkten, dass "Burkhardt" und "Saxonia" ab 1920 einen gemeinsamen Schlitten herstellten, wahrscheinlichn auch das gleiche Staffelwalzengetriebe einbauten und sich keine Konkurrenz mehr machten. Burkhardt verzichtete auf Maschinen mit moderner Tasteneinstellung, Saxonia beschränkte sich dagegen genau auf die Baureihe. Etwa ab 1925 war gemeinsam eine Zehnerschaltung für das UW fertiggestellt worden (gemeinsames Patent). Folglich brachten auch beide Betrieb jetzt ein Modell mit diesem Merkmal heraus Burkhardt E (2) und Saxonia 6. Trotz aller Bemühungen gingen "Saxonia" und "Burkhardt" ihrem Ende entgegen. Am 5. März 1929 wurde der Konkurs über die Vereinigte Glashütter Rechenmaschinenfabriken eröffnet.

3 Patente

 siehe blauer Kasten unten

Weitere Patente:

4 Andere Produkte, Werbung

Eine Liste des Zubehörs, Werbung usw. wird automatisch generiert, Sie finden sie unten.

Besonders zu erwähnende Produkte:

5 Wichtige Personen

5.1 Firmengründer

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Eduard Zeibig

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Eugen Straßberger

Friedrich Eugen Straßberger, Ernst Eduard Zeibig, J. Schumann (ehemaliger Werkmeister bei Burkhardt)- ausgeschieden bei Saxonia 1912 Fotos: Techn. Sammlg. Dresden 1996


5.2 Konstrukteure

5.3 Sonstige Personen

6 Literatur


7 Weblinks

8 Sonstiges


Seite eröffnet von: Martin Reese Dez 2009
Literatur ergänzt: F. Diestelkamp 20:55, 25. Feb 2019 (CET)



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Patents:

  • Patent:DE338902 01.05.1919 Straßberger, Paul Vereinigte Glashütter Rechenmaschinenfabriken, Tachometer- u. Feinmechanische Werkr Burkhardt, Saxonia, Mühle und Sohn : Stellrädcheneinstellung für Thomas\ sche Rechenmaschinen mittels Tasten
  • Patent:DE420470 24.10.1922 Sanders, Nico Saxonia : Sprossenradmasch. mit Elektroantrieb, Sprossenwalze mit dekadischem Schritt -
  • Patent:DE426856 09.04.1924 Saxonia u.a. : Zehnerschaltung fuer das Quotientenzaehlwerk an Thomasschen Rechenmaschinen



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