From the great encyclopedia of mechanical calculating
|
Wenn p keine Primzahl ist, dann funktioniert es nicht so einwandfrei, darum interessiert uns im Folgenden nur der Fall, wo p eine Primzahl ist.
Nun führen wir einige Additionen aus:
2 + 2 ist 4. Das liegt wieder in M, damit ist diese Addition erledigt.
Schwieriger wird es, wenn wir 5 + 4 rechnen. Wenn wir alle ganzen Zahlen zur Verfügung hätten, dann käme jetzt 9 heraus, 9 liegt aber nicht in M, also teilen wir durch p=7 und behalten den Divisionsrest. Der ist 2, also: 5 + 4 = 2.
Enstprechend erhalten wir 5 + 5 = 3, etc. Bei der Multiplikation verfahren wir analog und erhalten z.B.: 3 * 4 = 5.
Da M in unserem Beispiel nur 7 Elemente enthält, lassen sich alle möglichen Additionen und Multiplikationen in den folgenden beiden Tabellen darstellen:
Addition | Multiplikation | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
\begin{matrix} 4^0 & = & & & & & 1 \\ 4^1 & = & 4 * 4^0 & = & 4 * 1 & = & 4 \\ 4^2 & = & 4 * 4^1 & = & 4 * 4 & = & 2 \\ 4^3 & = & 4 * 4^2 & = & 4 * 2 & = & 1 \\ 4^4 & = & 4 * 4^3 & = & 4 * 1 & = & 4 \\ 4^5 & = & 4 * 4^4 & = & 4 * 4 & = & 2 \\ 4^6 & = & 4 * 4^5 & = & 4 * 2 & = & 1 \\ \end{matrix}
\begin{matrix} 3^0 & = & & & & & 1 \\ 3^1 & = & 3 * 3^0 & = & 3 * 1 & = & 3 \\ 3^2 & = & 3 * 3^1 & = & 3 * 3 & = & 2 \\ 3^3 & = & 3 * 3^2 & = & 3 * 2 & = & 6 \\ 3^4 & = & 3 * 3^3 & = & 3 * 6 & = & 4 \\ 3^5 & = & 3 * 3^4 & = & 3 * 4 & = & 5 \\ 3^6 & = & 3 * 3^5 & = & 3 * 5 & = & 1 \\ \end{matrix}
Bei den beiden Beispielen fällt auf, dass in M = \mathbb{Z} / 7 \mathbb{Z} die Potenzen von 3 alle Werte von M ohne Null annehmen, während die Potenzen von 4 nur die Werte 1, 2, und 4 haben können.
Das führt uns zu dem Begriff Primitivwurzel.
Es ist also zum Beispiel 3 eine Primitivwurzel modulo 7, während 4 keine ist.
Zu einer Primzahl p gibt es immer mindestens eine Primitivwurzel modulo p.
Die Primzahl | hat die Primitivwurzeln |
2 | 1 |
3 | 2 |
5 | 2, 3 |
7 | 3, 5 |
11 | 2, 6, 7, 8 |
Exp_g: \left\{ \begin{matrix} \mathbb{Z} / p \mathbb{Z}& \longrightarrow & (\mathbb{Z} / p \mathbb{Z})^* \\ x & \longmapsto & g^x \mod{} p \end{matrix} \right.
Da g eine Primitivwurzel modulo p ist, werden von der Diskreten Exponentialfunktion alle Werte in (\mathbb{Z} / p \mathbb{Z})* angenommen.
Als Basis g der Diskreten Exponentialfunktion wählen wir die Primitivwurzel 2.
x | 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 |
Exp_2(x) = 2^x | 1 | 2 | 4 | 8 | 5 | 10 | 9 | 7 | 3 | 6 | 1 |
Log_g: \left\{ \begin{matrix} (\mathbb{Z} / p \mathbb{Z})^* & \longrightarrow & \mathbb{Z} / p \mathbb{Z} \\ \end{matrix} \right.
x | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 |
Log_2(x) | 0 | 1 | 8 | 2 | 4 | 9 | 7 | 3 | 6 | 5 |
Diskrete Logarithmen haben, wie der natürliche Logarithmus auch, die Eigenschaft, dass Log_g(a*b) = Log_g(a) + Log_g(b). Das heißt, man kann mit ihrer Hilfe Multiplikationsaufgaben auf Additionsaufgaben zurückführen. Man beachte, dass, im Gegensatz zum Natürlichen Logarithmus Diskrete Logarithmen nicht monoton sein müssen.
Karl Hoecken sucht in seiner Arbeit Die Rechenmaschinen von Pascal bis zur Gegenwart (http://rechnerlexikon.de/files/HoeckMult.pdf) nach Möglichkeiten, die Multiplikation von einstelligen Zahlen auf die Addition von Strecken zurückzuführen. Die Abbildung von Zahlen auf ihren Natürlichen Logarithmus, wie es ja z.B. beim Rechenschieber gemacht wird, hält er für ungeeignet, da sich z.B. die Natürlichen Logarithmen der beiden möglichen Produkte 63 und 64 nur um sechs Tausendstel unterscheiden. Skaliert man das zu einer technisch handhabbaren Größe, so gelangt man bei dem Produkt 81 in Bereiche von mehr als einem Meter.
Hoecken schlägt nun vor, statt der Natürlichen Logarithmen diskrete zu verwenden. Die Zahlen p und g müssten dazu derart gewählt werden, dass der Diskrete Logarithmus für jedes der 36 möglichen Produkte einstelliger Zahlen einen anderen Wert annimmt. Die dafür erforderlichen Zahlen erscheinen ihm für eine mechanische Umsetzung aber immer noch zu groß, so dass er, noch allgemeiner, eine Abbildung Ind der 36 möglichen Produkte einstelliger Zahlen in eine Teilmenge der natürlichen Zahlen (er nennt sie "Indices") sucht, derart dass
Récupérée de http://www.rechnerlexikon.de/fr/wiki.php&title=Diskrete_Logarithmen
Dernière modification de cette page le 14:45, 8. jan 2013.